Netzwerk Vielfalt

  Besprechungsraum des Lehrerbildungszentrums an der RWTH Aachen. Urheberrecht: LBZ RWTH Aachen

"Netzwerk Vielfalt" ist ein Veranstaltungsformat, das vom Kommunalen Integrationszentrum der Stadt Aachen und der AG Inklusionsorientierung des FachdidaktikForums an der RWTH Aachen organisiert wird. Es richtet sich an alle Interessierten, die im Kontext des eigenen Unterrichts und/oder in der Bildung angehender Lehrkräfte mit Vielfalt und Heterogenität von Schülerinnen und Schülern in Berührung kommen.

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Jana Zimmermann © Urheberrecht: LBZ RWTH Aachen

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Jana Zimmermann

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Zweimal im Semester bietet die Veranstaltung Vertreterinnen und Vertretern von Schule, Hochschule und Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung Gelegenheit und Raum für eine institutionsübergreifende und themenspezifische Auseinandersetzung zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Besonders herzlich eingeladen sind auch Lehramtsstudierende, Praxissemestler*innen sowie Lehramtsanwärter*innen.

Nächster Termin: 21. April 2021 (18:00 – 20:00 Uhr)

Die nächste Veranstaltung des "Netzwerk Vielfalt" findet am 21. April 2021, 18:00 bis 20:00 Uhr, online in Zoom statt. Dieser Termin beschäftigt sich explizit mit dem Thema „Vorurteilsbewusste Bildung in der Schule/der Anti-Bias-Ansatz“. Anti-Bias als Ansatz für Bildungsgerechtigkeit wurde in den 1980er-Jahren in den USA von Louise Derman-Sparks und Carol Brunson-Phillips für den Bereich der Kleinkindpädagogik entwickelt. Der Ansatz geht von der Grundannahme aus, dass jeder Mensch Vorurteile hat, die ebenso wie das daraus resultierende Verhalten (bereits in der frühen Kindheit) erlernt werden. Vorurteile können nicht wieder „verlernt“ werden im eigentlichen Sinne, aber es können ein bewusster Umgang und daraus folgend alternative vorurteilsbewusste Verhaltensweisen entwickelt werden. Heutzutage geht es bei diesem diskriminierungs- und machtkritischen Praxiskonzept vor allem darum, vorurteilsbewusst mit Diversität und Unterschiedlichkeit auf der Grundlage von Gemeinsamkeiten umzugehen und aktiv an gesellschaftlicher Veränderung zu arbeiten.

Wir freuen uns, Herrn Stephan Fürstenberg als Gastreferenten für dieses Thema begrüßen zu dürfen. Ausführlichere Informationen zu seinem Arbeitsschwerpunkt sowie zum Anti-Bias-Ansatz finden Sie auch auf der Webseite des Anti-Bias Forum Freiburg.

Hintergrund

Vielfalt und Heterogenität sind längst zur Normalität im Schulalltag geworden, doch stellen sie junge wie erfahrene Lehrkräfte immer wieder vor neue Herausforderungen. Ein professioneller Umgang mit Heterogenität setzt voraus, auf diese zunächst einmal grundlagentheoretisch, konzeptionell und nicht zuletzt habituell vorbereitet zu sein. Erst dann können – ganz im Sinne des ‚didaktischen Dreiecks‘ – Handlungsoptionen erwogen und professionell umgesetzt werden.

Die Hochschule steht der Herausforderung gegenüber, angehenden Lehrkräften eine wissenschaftliche Perspektive auf Inklusion zu vermitteln und sie gleichzeitig auf Basis aktueller Forschungsergebnisse mit relevanten Kenntnissen und Methoden auszustatten, die sie in der Praxis für einen professionellen Umgang mit Heterogenität benötigen. Um in diesem Rahmen aktuelle Handlungsprobleme und Bedarfe in Hinblick auf die Ausbildung angehender Lehrkräfte sichtbar zu machen, ist die Auseinandersetzung mit der schulpraktischen Perspektive unabdingbar. Ziel dieses Formats ist daher ein Austausch auf Augenhöhe, der langfristig dazu beitragen kann, eine adäquate theoretische und praktische Ausbildung angehender Lehrkräfte zu gestalten und gleichzeitig neue Entwicklungen aus Forschung und Wissenschaft in die Schulpraxis einzuspeisen und dort sinnvoll zu nutzen.

  Logo des Kommunalen Integrationszentrums und des FachdidaktikForums am LBZ Urheberrecht: LBZ RWTH Aachen