Aachener Didaktiktag 2021

  Tafel mit dem Schriftzug: wir wollen, können, werden. Urheberrecht: © iStock

"Mündigkeit und Haltung: Didaktische Perspektiven auf die gesellschaftliche Verantwortung von Schulen" ist der Titel des diesjährigen Aachener Didaktiktages. Dieser hat am 25. und 26. November 2021 in Form einer Onlinetagung in Zoom stattgefunden.

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Mündigkeit und Haltung: Didaktische Perspektiven auf die gesellschaftliche Verantwortung von Schule

Schule ist weitaus mehr als Fachunterricht: Sie soll junge Menschen zu mündigen Bürger*innen erziehen, ihnen Raum für die Entwicklung und Entfaltung von Kompetenzen bieten und demokratisches Handeln ermöglichen. Mit dem Titel „Mündigkeit und Haltung: Didaktische Perspektiven auf die gesellschaftliche Verantwortung von Schule“ fand vor diesem Hintergrund am 25. und 26. November 2021 – wie auch im Vorjahr als Online-Format – der siebte Aachener Didaktiktag statt. Rund 100 Teilnehmer*innen aus der Ausbildungsregion Aachen und darüber hinaus gingen im Rahmen eines abwechslungsreichen Tagungsprogramms der Frage nach, wie Schüler*innen im Rahmen von unterrichtlichen und außerunterrichtlichen Angeboten auf einen verantwortungsvollen Umgang gegenüber Gesellschaft und Umwelt vorbereitet werden können und wie die Qualifizierung von (angehenden) Lehrkräften in Hinblick auf die Bewältigung dieser Aufgabe gelingen kann. Den Auftakt der Veranstaltung bildete die Keynote von Herrn Prof.-Vertr. Dr. Carsten Bünger (Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd) zum Thema „Begriffliche Konturen von „Mündigkeit“: Pädagogisches Anliegen – politisches Motiv – kritische Haltung“ am Donnerstagabend.

Keynote, 25. November 2021, 18 – 20 Uhr

Begriffliche Konturen von „Mündigkeit“: Pädagogisches Anliegen – politisches Motiv – kritische Haltung
Der mit Mündigkeit verbundene Anspruch auf freie und reflektierte Lebensführung wurde in der Aufklärung gegen die feudalen Formen gesellschaftlicher Herrschaft und Bevormundung formuliert und im Weiteren als Bedingung demokratischer Gesellschaftsformen gefasst. Mündigkeit erscheint im Sinne kultivierter Freiheit und vernünftiger Selbstbestimmung als etwas, das sich nicht von alleine (z.B. durch "Reifung") einstellt, sondern pädagogischer Förderung bedarf. Der Vortrag zeichnet einige begriffliche Konturen von Mündigkeit anhand ideengeschichtlicher Stationen sowie exemplarischer Phänomene nach. Neben einigen Problemen, vor die pädagogische Bemühungen im Zuge einer Förderung von Mündigkeit gestellt sind, rücken auf diese Weise auch Perspektiven in den Blick, mit denen sich der Begriff weiterdenken lässt.

Prof.-Vertr. Dr. Carsten Bünger, Institut für Erziehungswissenschaft an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd